| 20.06.2010 / 18.16 Brand in Bohmter AWO-Heim fordert 4 Todesopfer | | Drucken | |
| Geschrieben von: Hubert Dutschek |
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Das etwa 100 Jahre alte Haus wurde als Wohnheim der Arbeiterwohlfahrt genutzt und von 11 Personen bewohnt, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht alle im Haus aufhielten. Eine Person, die zunächst über die Steckleiter aus dem Fenster gerettet werden konnte, erlag wenig später den schweren Verletzungen. Ein Innenangriff war nach Angaben des Einsatzleiters Thomas Niermann nicht möglich, da die hölzernen Zwischendecken und Treppen teilweise weggebrannt waren und einzustürzen drohten. Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Belm um 18.23 Uhr alarmiert. Die Brandbekämpfung an den beiden Längsseiten wurde von den Drehleitern aus Belm und Bad Essen vorgenommen. Mit weiteren Strahlrohren wurde das Feuer an den Giebelseiten bekämpft. Nachdem der Brand weitgehend unter Kontrolle war, konzentrierte sich die Arbeit der Feuerwehrkräfte auf die Suche nach weiteren vermissten Personen. Gegen 20.15 Uhr konnte ein lebloser Körper im 1. Obergeschoss gefunden und schließlich geborgen werden.
Da die Dämmerung nahte, wurde der Ortsverband des Technischen Hilfswerks aus Bad Essen zum Ausleuchten der Einsatzstelle gerufen. Mit mehreren Strahlern und der Lichtgiraffe wurden alle Seiten des Gebäudes hell ausgeleuchtet und so ein sicheres Arbeiten gewährleistet. Zur weiteren Personensuche im bewohnten Dachgeschoss wurde die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Osnabrück angefordert. Vom Korb aus, der von oben von einem Kran herabgelassen wurde, durchsuchten die Feuerwehrmänner die Räume des Dachgeschosses. Gegen 22.45 Uhr und 23.00 Uhr wurden dann zwei weitere Personen aufgefunden, die nur noch tot geborgen werden konnten. Bohmtes Erste Gemeinderätin, Sabine de Buhr-Deichsel, und Bohmtes Fachdienstleiter Horst Schröder kamen zum Einsatzort. Auch Landrat Manfred Hugo, Kreisrat Dr. Winfried Wilkens und Kreisbrandmeister Heiner Prell waren vor Ort und tief erschüttert von den tragischen Ereignissen. Während des gesamten Einsatzes, der gegen Mitternacht abgeschlossen war, war auch die Schnelleinsatzgruppe (SEG-8) des DRK-Ortsvereins Bohmte vor Ort, um die Sanitätsbetreuung für die über 100 Feuerwehrkräfte zu gewährleisten und den Rettungsdienst zu unterstützen. Vorsorglich wurden auch zwei Notfallseelsorger angefordert, auf die die jeweiligen Einheiten zur seelischen Betreuung auch in den nächsten Tagen zurückgreifen können. Zwei Feuerwehrmänner wurden während des Einsatzes leicht verletzt. Polizeibeamte aus Bohmte, die Tatortgruppe der Polizei aus Osnabrück und Brandexperten nahmen die Ermittlungen zur Erforschung der Brandursache auf. Eingesetzt waren:
Montag Vormittag begaben sich Brandermittler dann auf die Suche nach der Brandursache.
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