Unser neues HLF 20

1992 bis 2021, 29 Jahre hat uns das Ziegler TLF 16/25 auf Mercedes Fahrgestell bei unseren Einsätzen begleitet und damals waren alle mit Sicherheit genau so stolz auf den Fortschritt und die neue Technik, wie heute bei der Übergabe des neuen HLF. Mit einem neuen Fahrzeug ist auch immer der Abschied von einem vorherigen Fahrzeug und den damit erlebten Einsätzen verbunden. 1992 das war die Zeit, als in den USA Bill Clinton gewählt wurde und das Straßenbild von Autos wie dem Golf 3 und dem 190er Mercedes geprägt war.

Im Jahr 2021 angekommen stellen sich völlig andere Anforderungen an die Feuerwehren, deren Ausstattung und die Feuerwehrfahrzeuge. Somit wurde aus unserem TLF 16/25 nun ein HLF 20.

Nur was bedeuten diese Buchstaben? TLF steht für Tanklöschfahrzeug, also ein Feuerwehrauto mit Wassertank – HLF steht für Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, also ein Feuerwehrauto mit Tank und zusätzlichem technischem Gerät  für zum Beispiel Verkehrsunfälle. Daran wird schnell deutlich, dass die Aufgaben für die örtlichen Feuerwehren immer weiter zunehmen und somit die Feuerwehrautos für diese wachsenden Aufgaben immer größer werden.

Dazu wurde durch die Gemeinde Bohmte nun unser neues HLF 20 auf MAN Fahrgestell von der Firma Schlingmann aus Dissen beschafft. Am Freitagnachmittag gingen die Funkmeldeempfänger mit der Nachricht: „Kommen Sie zum Feuerwehrhaus das neue Fahrzeug ist da“ und alle machten sich auf den Weg, um das neue Fahrzeug in Empfang zu nehmen. Unter denselben Hygieneregeln, unter denen auch wieder Dienstabende stattfinden dürfen, wurde jede Schraube des neuen HLF erkundet und die neuen Gerätschaften ausprobiert.

Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten von damals und heute, es können weiterhin 9 Leute auf dem Fahrzeug mitfahren und der Wassertank sitzt nach wie vor in der Fahrzeugmitte sowie die Pumpe im Heck. Als kleines Detail wurde das Kennzeichen von dem alten TLF, jedoch nun mit WTL auf dem Kennzeichen, bei dem neuen Auto übernommen. Doch die Neuerungen aus fast 30 Jahren Weiterentwicklung, die in das neue Auto eingeflossen sind, überwiegen deutlich.

Die Auslegung des Fahrzeuges folgt stark den Faktoren Ergonomie und Arbeitssicherheit. So können zum Beispiel Saugschläuche und Leitern entnommen werden, ohne auf das Fahrzeugdach aufsteigen zu müssen. Außerdem können nun 4 Atemschutzgeräte während der Fahrt angelegt werden und die Trittstufen zum Aufstieg in den Fahrgastraum sind deutlich größer geworden. Neben den genannten Sachen gibt es viele weitere Neuerungen, die uns im Einsatzgeschehen unterstützen.

Zusammengefasst sind wir sehr glücklich mit der Neubeschaffung und freuen uns, mit dem Fahrzeug für die zukünftigen Einsätze gut aufgestellt und vorbereitet zu sein.

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