Alarmübung der Gemeindefeuerwehr Bohmte

Datum: 26. Oktober 2018 
Alarmzeit: 18:20 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger, Sirene 
Einsatzort: Hunteburg 
Fahrzeuge: ELW, TLF 16/25, HLF 10/6, GW 
Weitere Kräfte: Drehleitereinheit Damme, FF Herringhausen, FF Hunteburg, THW Bad Essen 


Einsatzbericht:

Am Freitag führte die Gemeindefeuerwehr Bohmte auf dem Gelände des Bauzentrums Joachimmeyer in Hunteburg eine Alarmübung durch. Beteiligt waren die Ortsfeuerwehren Hunteburg, Bohmte, Herringhausen, die Drehleitereinheit aus Damme sowie das Technische Hilfswerk aus Bad Essen.

Es wurde angenommen, dass es in einer Lagerhalle zu einem Brand gekommen war. Das Gebäude war stark verraucht. Mehrere Personen wurden vermisst. Die Regionalleitstelle alarmierte um 18.20 Uhr gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung die Ortsfeuerwehren Hunteburg und Bohmte sowie die Drehleitereinheit aus Damme. Das Stichwort lautete: „Feuer – Gewerbebetrieb“. Aufgrund weiterer Meldungen wurde die Alarmstufe erhöht, so dass auch die Herringhauser Wehr in Marsch gesetzt wurde. Die Kräfte des THW-Ortsverbandes aus Bad Essen wurden in einen Bereitstellungsraum nach Hunteburg gerufen.

Vorrang hatte die Menschenrettung. Dazu rüsteten sich mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten aus. Bei der Suche nach den vermissten Personen in der künstlich vernebelten Halle kam auch die Wärmebildkamera zum Einsatz.

Da der Wasservorrat aus Tanklöschfahrzeugen begrenzt und für eine Brandbekämpfung nicht ausreichend war, wurde von einem Hydranten auf einer Länge von rund 300 Metern eine Schlauchleitung verlegt. Den Atemschutztrupps gelang es, alle Personen in der Halle aufzuspüren und nach draußen in Sicherheit zu bringen.

Auf der Rückseite der Lagerhalle befand sich ein großer Dieseltank. Hier bestand die Aufgabe darin, durch einen stetigen Sprühstrahl eine mögliche Entzündung zu verhindern. Dazu musste eine Wasserentnahmestelle an der Hunte eingerichtet werden. Über eine ebenfalls etwa 300 Meter lange Leitung wurde das Wasser in das Tanklöschfahrzeug eingespeist.

Eine angrenzende Lagerhalle, die noch nicht vom Brand betroffen war, musste durch eine Riegelstellung geschützt werden.  Dazu wurde die Drehleiter aus Damme in Stellung gebracht. Vom Korb der Drehleiter aus wurde dann das Dach der zu schützenden Halle besprüht. Wegen des hohen Wasserbedarfs war es erforderlich, eine zusätzliche Leitung von der Hunte aus zu legen.

Später wurden die Fahrzeuge des THW-Ortsverbandes Bad Essen angefordert. Eine Besatzung hatte die Aufgabe, das Übungsgelände mit der Lichtgiraffe auszuleuchten. Die zweite Gruppe sollte eine Personen retten, die unter Betonrohren eingeklemmt war. Die THW-Helfer setzten hierzu den hydraulischen Spreizer, Kanthölzer und Hebekissen ein, um die Übungspuppe schonend zu befreien.

Nachdem alle Übungsziele abgearbeitet worden waren, gab es zunächst eine Stärkung mit Getränken und Würstchen für die insgesamt 71 Einsatzkräfte. Tobias Michael, Hunteburgs Ortsbrandmeister und Einsatzleiter bei der Übung, hielt eine kurze Nachbesprechung ab. Er dankte der Firma Joachimmeyer für die Bereitstellung des Geländes.

Bericht & Fotos: Hubert Dutschek

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