Bombenfund bei Feldarbeiten

Datum: 1. August 2020 um 19:56
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger
Einsatzart: Feuer
Einsatzort: Hinterfelde
Fahrzeuge: ELW, MTW, TLF 16/25, HLF 10/6, GW
Weitere Kräfte: Fachberater, FF Herringhausen, Kampfmittelbeseitigung, Polizei


Einsatzbericht:

Am Samstagabend wurden die Ortsfeuerwehren Herringhausen und Bohmte gegen 20:00 Uhr zu einem gemeldeten Flächenbrand alarmiert. Der Fahrer eines Mähdreschers stellte bei Erntearbeiten einen Feuerschein in unmittelbarer Nähe seines Mähwerkes fest, woraufhin er einen Notruf absetzte. Da der genaue Einsatzort nicht bekannt war und auch auf der Anfahrt noch keine Anzeichen eines Feuers erkennbar waren, gestaltete sich die Anfahrt zunächst schwierig.

Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte und einer ersten Lageerkundung stellte sich heraus, dass nur eine kleine Fläche brannte, sich jedoch noch verschiedene Maschinen auf einem Feld befanden. Im Weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass der Mähdrescher auf ein Metallteil aufgefahren war, welches den Brand verursacht hat. Die vor Ort anwesenden Personen hatten bereits einen ersten Löschversuch mit dem Feuerlöscher unternommen und das metallische Brandobjekt mit Erde abgedeckt. Im Weiteren Verlauf der Lageerkundung wurde das Brandobjekt genauer begutachtet und festgestellt, dass die Form sowie die Brandeigenschaften atypisch waren und es sich womöglich um eine Weltkriegsbombe handeln könnte. Sofort wurde ein entsprechender Sicherheitsradius um die Brandstelle eingerichtet und die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt.

Über die Regionalleitstelle wurde dann der Fachberater für Munition und Kampfmittel, der Stadt Osnabrück angefordert, welcher bereits kurze Zeit später an der Einsatzstelle eintraf. Dieser bestätigte die Vermutung der Einsatzkräfte und konnte erste Hinweise im Umgang sowie für die Brandbekämpfung dieses speziellen Kampfmittels geben. Im Weiteren Verlauf wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen hinzugezogen, welcher sich ebenfalls auf den Weg zur Einsatzstelle / Fundstelle machte. Die Kollegen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nahmen das Kampfmittel auf und verpackten dieses in einem Spezialbehälter, sodass keine weitere Explosionsgefahr mehr bestand und ihnen den Abtransport ermöglichte.
Da das Kampfmittel im Vorfeld bei den Erntearbeiten beschädigt wurde und eine brennbare Substanz ausgetreten war, welche in Verbindung mit Sauerstoff leicht entzündlich ist, stellten wir bis zum Sonntagmorgen eine Brandwache in unmittelbarer Nähe zu der Fundstelle, um im Bedarfsfall schnell eingreifen zu können.

Text und Fotos: Feuerwehr Bohmte

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